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Erfassung IST-Zustand
| Übersicht | Wertstromanalyse als PDF |
Im dritten Schritt wird nun der IST-Zustand erfasst. Hierbei wird die Fabrik bzw. der Produktionsprozess mit Hilfe einer standardisierten Symbolik visualisiert. Aufgenommen wird sowohl der Material- als auch der Informationsfluss.
Allgemeine Tipps für die Aufnahme der IST-Map:
- Kurze Info an die Betroffenen der beteiligten Bereiche
- Unterstützung und Begleitung durch fachkundiges Personal vom Shopfloor
- Daten grundsätzlich selbst erheben (Prüfe immer die Daten Anderer!)
- Ist-Map von Hand mit Bleistift vor Ort erstellen (DIN-A3 Papier)
- Aufnahme des Wertstroms vom Versand flussaufwärts zum Wareneingang
- Verbesserungsideen sofort auf der Map notieren
- Genügend Zeit für die IST-Aufnahme einplanen
1. Kundeninformation festhalten
Datenkasten enthält:
- Kundeninformation
- Nachgefragte Produkte
- Nachgefragte Menge
- Behälterinhalt
- Bestell- bzw. Lieferintervall
2. Schneller Durchgang zur Identifikation der Reihenfolge der hauptsächlichen Prozesse
Dieser Schritt soll lediglich einen groben Überblick über die Produktion geben. Ein rascher Durchgang hilft die Hauptprozesse zu identifizieren (Helicopter-Persepektive)
3. Zweiter Rundgang zur detaillierten Datenaufnahme / Erstellung IST-Map
Datenkästen und Bestände einzeichnen
Aufnahme aller Prozessschritte und relevanter Kenngrößen:
- Anzahl Mitarbeiter
- Zykluszeit bzw. Prozesszeit
- Rüstzeit / Losgröße
- Anzahl Produktvarianten
- Schichten
- Behältergröße
- Verfügbarkeit
- Ausschuss- / Nacharbeitsrate
Bestände werden zwischen den einzelnen Prozessen eingezeichnet
4. Zulieferung einzeichnen
- Name und Sitz des Lieferanten
- Liefermenge / Transporteinheiten
- Lieferzyklus ( Lieferhäufigkeit)
- Lieferart
5. Informationsfluss einzeichnen
- Wird die Produktion durch eine Planungsabteilung gesteuert, wird diese zentral eingezeichnet (rot).
- Alle, von der Planungsstelle gesteuerten Prozesse, werden mit einem Pfeil dargestellt
- Informationen (Bestellungen), die die Planung von Kunden erhält bzw. an Lieferanten weitergibt, werden ebenfalls entsprechend dargestellt.
- Elektronischer Datenaustausch wird mit einem blitzartigen Pfeil visualisiert.
6. Berechnung der Durchlaufzeiten
Ermittlung der Durchlaufzeiten
- DLZ ist der Zeitraum vom Beginn der Produktion bis zur Fertigstellung eines Produktes.
- Die Durchlaufzeit umfasst somit die Summe aus allen Bearbeitungszeiten und allen Liegezeiten bzw. Wartezeiten.
Der Kundentakt definiert gleichzeitig den minimalen Ausbringungstakt, ein
Ausbringungstakt unter dem Kundentakt würde eine Verschwendung in Form von
Überproduktion nach sich zíehen. In der Wertstromanalyse findet deshalb eine
Berechnung der DLZ in Abhängigkeit vom Kundentakt statt:
DLZ = ∑ Puffer (Zwischenbestände) x Kundentakt
Die Berechnung der DLZ erfolgt also unabhängig von den Zykluszeiten der einzelnen Prozesse.
Ermittlung der Prozesszeit (Wertschöpfende Zeit)
- Zeit, die ein Prozessschritt zur Bearbeitung benötigt.
- Zur Prozesszeit gehören auch nötige Transport- und Übergabezeiten.
- Die Gesamtprozesszeit ist folglich die Summe aller Einzelprozesszeiten.




