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Neue Produkte

 Sichttasche DIN A6 quer magnetisch mit Regenschutz
Sichttasche DIN A6 quer magnetisch mit Regenschutz
EUR 2.57

Informationen

  • Rüstzeitoptimierung
  • Kontinuierliche Verbesserung - Übersicht
  • Staplerlose Fabrik
  • Kanban-Steuerung
  • 7 Arten der Verschwendung
  • Die 5S-Methode
  • Wertstromanalyse
  • Wertstromdesign

Arten von Kanban

Übersicht Kanban-Steuerung als PDF
Begriff &
Funktions­weise
Beispiel
Kanban
Voraus­setzungen
Spielregeln
Ziele und
Vorteile
Arten von
Kanban
Zwei-Karten
Kanban
Fazit

Der Entnahme Kanban:

Der Entnahme-Kanban ist die einfachste Form der Kanban-Steuerung. Hier dient die Kanban-Karte lediglich als Nachfüllauftrag. In der Regel werden Kleinladungsträger nach dem Zwei-Behälter-Prinzip am Montageplatz bereitgestellt.

Funktionsweise:

Bei Entnahme des ersten Teils aus einem Behälter, wird die darin befindliche Kanban-Karte entnommen und an einem definierten Platz für die Logistik bereitgestellt. Bei der nächsten Tour nimmt der Logistiker die Kanban-Karte mit. Diese dient als Nachfüllauftrag. Der Logistiker entnimmt einen entsprechenden Kleinladungsträger der angeforderten Teilenummer aus dem Supermarkt und liefert den KLT bei der nächsten Route an den Kundenprozess.

Der Produktions-Kanban:

Beim Produktions-Kanban geht es in erster Linie darum, zwei Produktionsschritte voneinander zu entkoppeln. Es liegen also keinerlei Restriktionen bezüglich der Losgröße im Lieferprozess vor. Die Losgröße im Lieferprozess entspricht dann der Behältermenge im Kundenprozess.

Funktionsweise:

Bei Entnahme des ersten Teils aus einem bereitgestellten Behälter durch einen Mitarbeiter im Kundenprozess, gibt dieser das darin befindliche Kanban an den Lieferprozess weiter, wo es wiederum als Produktionsanweisung dient. Nachdem das Los gefertigt wurde, wird dieses, zusammen mit dem entsprechenden Produktionskanban in dem dafür vorgesehenen Lagerplatz im Supermarkt eingelagert. Ohne entsprechenden Kanban darf der Lieferprozess nicht produzieren.

Der Sichtkanban:

Der Sicht-Kanban stellt eine etwas vereinfachte Form des Produktionskanban dar. Die Nach-produktion der entnommen Teile wird hierbei nicht mittels einer Kanban-Karte, sondern wie der Name schon sagt auf „Sicht“ ausgelöst.

Funktionsweise:

Der Lieferprozess ist direkt an den Supermarkt angeschlossen. Den verschiedenen Teilenummern sind jeweils feste Regalkanäle zugeordnet. Durch farbliche Markierungen an den Kanälen können auf einfache Weise Minimal- und Maximalbestände definiert werden. Der Lieferprozess darf nur bis zur definierten Höchstgrenze produzieren, und muss produzieren, sobald einen bestimmte Mindestmenge erreicht ist. In der obigen Abbildung ist dargestellt, wie ein Sicht-Kanban im Wertstrom visualisiert wird.

Der Der Signal-Kanban:

Der Signal-Kanban kommt dann zur Anwendung, wenn auf einen Produktionsprozess mit großer Rüstzeit ein Produktionsprozess mit geringer bzw. keiner Rüstzeit folgt. Die Entnahmemenge entspricht also nicht mehr der Produktionslosgröße, d.h. ein Los im Lieferprozess muss auf mehrere Behälter im Kundenprozess aufgeteilt werden.

Im Beispiel werden 6 Behälter à 10 Teile im Supermarkt vorgehalten. Durch die behälterweise Entnahme sinkt der Bestand bis der Behälter mit dem Signal-Kanban erreicht wird. Bei dessen Anbruch wird das darin befindliche Kanban an den Lieferprozess weitergegeben. Hier dient es als Produktionsanweisung. Die verbleibende Menge im Supermarkt muss die Wiederbeschaffungszeit, sowie einen Puffer- und Sicherheitsbestand abdecken. n. Hierbei steht die „5“ innerhalb des Signal-Dreiecks für 5 Behälter (à 10 Stück) d.h. im Lieferprozess wird die Produktion eines Loses von 50 Stück angetriggert.

Der Sammel-Kanban:

Das Sammel-Kanban ist dem Signal-Kanban sehr ähnlich und kommt ebenfalls zur Anwendung, wenn auf einen Produktionsprozess mit vergleichsweise großer Rüstzeit ein Produktionsprozess mit kleiner Rüstzeit folgt. Bei diesem Verfahren wird die Nachproduktion über ein sogenanntes Kanban-Board gesteuert.

Funktionsweise:

Jeder Behälter im Supermarkt mit einem Kanban versehen. Bei Entnahme des Behälters aus dem Supermarkt wird das sich darin befindende Kanban an der entsprechenden Stelle im Kanban-Board eingesteckt (jede Teilenummer hat eine zugewiesene Reihe im Kanban-Board (vgl. Darstellung Kanban-Board auf der nächsten Folie). Jede Karte im Kanban-Kreislauf steht dabei für ein Feld auf dem Kanban-Board. In der obigen Abbildung ist die entsprechende Darstellung im Wertstrom dargstellt. Die Funktionsweise des Kanban-Boards wird nachfolgend beschrieben.

Funktionsweise Kanban-Board:

Die Felder sind in drei Zonen eingeteilt (grün, gelb, rot) welche nach dem Ampelsystem die Dringlichkeit der Nachproduktion symbolisieren. Dabei bedeutet grün, dass der Lieferprozess noch nicht produzieren darf, ab Zone gelb darf der Lieferprozess nachproduzieren und zwar alle bisher vorhandenen Kanban in einem Los. Der Übergang von grün auf gelb steht somit für die Erreichung der Mindestbestellmenge. Sobald die erste Karte die rote Zone erreicht hat, muss nachproduziert werden, da ansonsten ein Materialabriss droht. Ggf. muss in diesem Fall mit dem Lieferprozess kommuniziert werden, um die Materialversorgung sicher zu stellen.

Der Sonder-Kanban:

Diese Art von Kanban kommt bei Teilen mit sehr stark schwankendem Bedarf und mittlerem bis hohen Stückzahlen zum Einsatz, da hier eine Supermarkt-Steuerung nur schwer realisierbar ist. Entweder man hat hohe Bestände im Supermarkt oder man ist im Bedarfsfall nur teilweise lieferfähig. Hier bietet sich die Möglichkeit einer Einsteuerung über Sonder-Kanban. Die Großaufträge werden in mehrere kleine Aufträge umgewandelt und mit Hilfe von entsprechend gekennzeichneten Sonder-Kanban-Karten. die beispielsweise farblich gekennzeichnet werden, in die Produktion eingesteuert.

Der Behälter-Kanban:

Beim Behälter-Kanban übernimmt der Behälter selbst die Funktion des Kanban. Dabei sind die Behälter mit allen benötigten Informationen versehen um die Nachproduktion bzw. die Nachbestückung anzustoßen. Ein Nachteil dieser Methode ist der weniger flexible Einsatz der Transportbehälter.

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